Über uns

Grußworte von Generalkonsulin Kawahara

Zum Beginn des Jahres 2019 möchte ich Sie alle ganz herzlich begrüßen.

Seit meinem Amtseintritt im April des letzten Jahres habe ich die Gelegenheit gehabt, zahlreiche schöne Städte zu besuchen und viele Persönlichkeiten, die in den Landes-und Stadtverwaltungen, sowie im ökonomischen, akademischen, kulturellen oder sportlichen Bereich aktiv sind, zu treffen. Durch diese wertvollen Erfahrungen habe ich festgestellt, dass der Deutsch-Japanische Austausch in vielen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen, einschließlich der Graswurzel-Ebene, rege stattfindet, und dass diese Aktivitäten auf der festen Basis langjährigen Freundschaft und gegenseitigen Vertrauens beruhen. Deshalb möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um allen Beteiligten, die zur Förderung der bilateralen Beziehung beitragen, meinen aufrichtigen Dank und Respekt zum Ausdruck zu bringen.

Wenn man auf das Jahr 2018 zurückblickt, sind in Deutschland einige Entwicklungen besonders zu nennen. Eine davon wäre die Rekordhitze und der geringe Regenfall im Sommer. Als weiteres Beispiel kann man die Debatte über das Dieselfahrverbot anführen. Ich habe den Eindruck, dass Umweltprobleme sowohl in unserem Alltag als auch in der Politik an Gewicht gewonnen haben. Eine andere Sache, die weiter in unser Bewusstsein gerückt ist, ist die ständige Gefahr des Terrorismus. Es ist tragisch, dass auch im vergangenen Jahr in Europa viele wertvolle Leben verloren gegangen sind. So ist es unbedingt notwendig, dass wir wachsam bleiben und alle Länder für mehr Sicherheit zusammen arbeiten.

Als wichtige Entwicklung im ökonomischen Bereich könnte man die Diskussion bezüglich des Brexit und die Vereinbarung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan (Japan-EU Economic Partnership Agreement /EPA) nennen. Obwohl es noch nicht klar ist, welchen Lauf die Verhandlungen bezüglich des Brexit letztendlich nehmen werden, haben viele globale Banken, einschließlich einigen japanischen Finanzinstituten, ihre Hauptsitze von London nach Frankfurt verlegt. Auf der anderen Seite sehe ich es als eine wichtige und positive Nachricht, dass die EU und Japan sich auf das umfangreiche Freihandelsabkommen geeinigt haben, welches dieses Jahr am 1. Februar in Kraft tritt. Das Abkommen fördert nicht nur die Verminderung beziehungsweise Abschaffung von Zöllen auf beiden Seiten, sondern auch die Vereinfachung der Handelsprozeduren sowie den Schutz der von geographischen Herkunftsbezeichnungen. Es ist zu erwarten, dass das Abkommen den Handel und die Investitionen zwischen Japan und der EU noch weiter vorantreibt.

In Japan wird seine Majestät der Kaiser am 30. April abdanken und seine Hoheit, der Kronprinz den Thron am 1. Mai besteigen. Dabei wird auch ein neuer „gengo“, der Name der neuen Ära, festgelegt werden, der symbolisch für den Beginn eines neuen Zeitalters steht.

Als Generalkonsulat möchten wir uns auch in der neuen Ära weiterhin bemühen, den Austausch zwischen Deutschland und Japan und der Bevölkerung unserer beiden Länder in verschiedenen Bereichen zu fördern. Ihr fortwährendes Interesse an Japan und Ihre Zusammenarbeit mit uns schätzen wir sehr.

Foto der Generalkonsulin

Zum Schluss möchte ich Ihnen allen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen.


Setsuko KAWAHARA














Foto der Generalkonsulin

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Homepage,

von nun an habe ich die Ehre, in Frankfurt am Main als Generalkonsulin von Japan arbeiten zu dürfen.

Nach meinem Eintritt in den diplomatischen Dienst habe ich im Rahmen meiner Ausbildung ab Sommer 1987 zwei Jahre lang an der Universität Heidelberg studiert. Nach Stationen in Tokyo und vielen europäischen Städten (Genf, Paris und Den Haag) kehre ich somit erstmals seit 29 Jahren endlich wieder dienstlich nach Deutschland zurück.

Es ist bekannt, dass Deutschland und Japan eine lange Geschichte des engen kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs teilen. Darüber hinaus sind die Beziehungen zwischen beiden Staaten in Politik und Diplomatie, bedingt durch die geteilten grundlegenden Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, sehr stark. Hinsichtlich der Wirtschaft sind sich die beiden Länder einig, dass sie für den Freihandel einstehen und füreinander als verlässliche Handelspartner und Investitionsziele unersetzlich sind.

Das Generalkonsulat von Japan in Frankfurt am Main ist zuständig für die drei Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Tatsache, dass allein in diesen drei Bundesländern etwa 290 japanische Firmen und etwa 6000 japanische Staatsbürger aktiv sind, spricht für ihre sehr guten und engen Beziehungen zu Japan.

Als Generalkonsulin ist es mir außerordentlich wichtig, zuerst ein klares und aktuelles Bild von dem Land zu haben, in dem ich arbeite. Deshalb ist es mein erstes Ziel, mich mit Vertretern aus den unterschiedlichsten Bereichen offen auszutauschen. Auf Basis meiner somit gewonnenen Erkenntnisse würde ich dann gerne das gegenseitige Verständnis, die Zusammenarbeit und den Austausch beider Länder in diesen Bereichen unterstützen und fördern. Ich freue mich sehr darauf, Deutschland so ein zweites Mal kennenzulernen.

Außerdem erachte ich es als einen der wichtigsten Aspekte meiner Tätigkeit, mich für die Sicherheit aller in meinem Amtsgebiet befindlichen Japaner einzusetzen. Besonders angesichts der in den letzten Jahren in Europa gestiegenen Terrorgefahr sind das Sammeln relevanter Informationen, das Ergreifen sicherheitsfördernder Maßnahmen und Vorbereitungen für einen möglichen Ernstfall essentiell. Um dies zu gewährleisten, möchte ich mich darum bemühen, sowohl die Kommunikation mit den hier lebenden Japanern, als auch die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen deutschen Behörden zu fördern.

Um die genannten Ziele zu erreichen, möchte ich mich für „ein offenes, leicht zugängliches Generalkonsulat“ einsetzen, das, wie man auf Japanisch sagt, „eine niedrige Türschwelle“ hat und so meine Aufgaben Schritt für Schritt angehen.

Setsuko KAWAHARA