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Grußwort des Generalkonsuls
Sommer 2011

 

Ich grüße alle Deutschen, alle Japaner und alle Angehörigen anderer Nationen, die in Frankfurt, Hessen. Rheinland-Pfalz oder dem Saarland leben. Ihnen allen danke ich von Herzen für das vielfältige Verständnis und die Unterstützung, die Sie immer wieder unserer Arbeit hier am Generalkonsulat entgegenbringen.
Japan wurde im März dieses Jahres von einem großen Erdbeben und einem gewaltigen Tsunami heimgesucht, die auch zu einem beträchtlichen Unfall in einem Atomkraftwerk führten. Bei dem Erdbeben und dem riesigen Tsunami von noch nie da gewesener Stärke kamen unzählige Menschen ums Leben; unvorstellbar groß waren die Zerstörungen an Wohnhäusern und Einrichtungen. Nach wie vor wird mit großem Eifer nach den zahllosen Vermissten gesucht, müssen auch heute noch in Notunterkünfte untergebracht werden. Aufs Neue erinnern wir uns der Leiden der Opfer und beten im stillen Gedenken an die Toten dieser Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe. Sofort nach dem großen Erdbeben haben in Japan Regierung und Volk mit vereinten Kräften die Hilfe für die Opfer wie auch den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete und Einrichtungen mit großer Tatkraft in Angriff genommen. Auch in Deutschland gab es bei der Regierung wie auch in der Bevölkerung eine große Welle des Mitgefühls mit unserem Land, verbunden mit dem Angebot mannigfaltiger Unterstützung. Mitgefühl und Unterstützung kamen in großem Maße auch von den hier lebenden Japanern. Ihre Zeichen der Freundschaft und der Unterstützung sind ein kostbarer Band zwischen Deutschland und Japan. Dafür sage ich Ihnen allen von ganzem Herzen meinen Dank.
Und unter solchen Umständen konnte nun bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen hier in Deutschland die Vertretung Japans einen herrlichen Sieg erringen. Das japanische Team „Nadeshiko(prachtnelke) Japan“ spielte in Frankfurt im Halbfinale und Finale, und trotz ihres vollen Terminkalenders fanden die Spielerinnen noch die Zeit für einen kurzen Besuch in der Residenz. Alle hoben dabei ein dort aufgehängtes Transparent mit der Inschrift „Halte durch, Japan, halte durch, Nordosten!“ in die Höhe und brachten so ihre Ermutigung gegenüber den Opfern und den zerstörten Gebieten der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans zum Ausdruck. Auch wenn die Wettkämpfe sehr hart waren, so ließen doch der unbeugsame Durchhaltewillen und die faire Spielweise, die das Team durch alle Begegnungen hindurch an den Tag legte, die standhafte Haltung des japanischen Volkes erahnen, mit der es sich den Nöten der großen Erdbeben-Katastrophe stellt. Und nach dem Erringen des Weltmeister-Titels erntete die „Nadeshiko Japan“ im Stadion außerordentlich viel Beifall mit Rührung und Lob über alle Teams und Nationalitäten hinweg. Diese Großtat der japanischen Fußballfrauen hat beim japanischen Volk einen lebhaften Eindruck hinterlassen und in der Gesellschaft unseres Landes neue, frischende Hoffnungen geweckt. Ja, ich glaube, wir Japaner haben schon Grund, auf unsere Frauen wie auch auf das Bemühen und die Regsamkeit unseres Volkes im Grunde unseres Herzens stolz zu sein.
Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans und den damit verbundenen Nuklearunfall lief weltweit sehr unterschiedliche Reaktion hervor, wie etwa die schnelle Wende in der deutschen Energiepolitik. Der Weg des Wiederaufbaus nach der Erdbebenkatastrophe dürfte keineswegs nur einfach und eben sein, aber ich glaube fest daran, dass auch den Menschen in Deutschland, Japaner oder Deutsche  der Wiederaufbau Japans am Herzen liegt, dass sie ihm nach wie vor ermutigend zur Seite stehen und die Bemühungen Japans nach Kräften unterstützen.
Von ganzem Herzen wünsche ich, dass der Wiederaufbau im Katastrophengebiet so schnell wie möglich voranschreiten möge und dass ein vitales und frisches Japan in alter Frische wiedererstehen und sich fortentwickeln möge.


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