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Frühere Grußworte

 

 


 

 

 

Grußwort des Generalkonsuls
Januar 2011 

 

Das neue Jahr 2011 hat begonnen. Für mich war es bereits das zweite Neujahr in Frankfurt
Ihnen allen, ob Sie nun Deutscher, Japaner oder Angehöriger einer anderen Nation in den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland sind oder ob Sie von Japan aus diese Zeilen lesen, wünsche ich ein frohes und gesundes neues Jahr 2011.
Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre haben die Länder Europas noch immer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen; darunter hat sich die Wirtschaft in Deutschland am schnellsten wieder erholt, so dass dieses Land seinen Weg der weiteren Konsolidierung nun fortsetzen kann. Andererseits befindet die japanische Wirtschaft sich in einer Phase der Wiedererstarkung, aber dennoch ist Optimismus noch keineswegs angesagt. Auch für die Angehörigen der hiesigen japanischen Unternehmen scheint die schwierigste Lage im Allgemeinen überwunden zu sein, aber es gibt nach wie vor ernste Bedenken, was die zukünftige Entwicklung anbelangt.
Im vergangenen Jahr haben wir unsere Aktivitäten in den Bereichen der konsularischen Betreuung, der Öffentlichkeits- und Kulturarbeit sowie des wirtschaftlichen Austausches mit großer Einsatzfreude und Beharrlichkeit weiter betrieben; dabei scheint es Fortschritte gegeben zu haben auf dem Gebiet des Austausches zwischen den deutschen und japanischen Regionen. Im vergangenen April besuchte der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch Osaka, und im darauf folgenden Juni besuchte der Präfekt der Präfektur Osaka das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main. Für die beiden Führungspersönlichkeiten eines deutschen Bundeslandes und einer japanischen Präfektur waren es jeweils die ersten Kontakte, die sie zu Osaka oder zu Hessen aufnahmen, aber dabei wurden die gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen vertieft, und es wurden wichtige Schritte unternommen hin zu einem regionalen und wirtschaftlichen Austausch. Gegen Ende des vergangenen Jahres kam dann ein wirtschaftlicher Austausch zustande, der Unternehmen und Wirtschaftsverbände aus den Regionen Osaka-Kansai und dem Rhein-Main-Gebiet umfasst. Darüber hinaus haben mir zahlreiche führende Persönlichkeiten aus japanischen regionalen Gebietskörperschaften sowie beteiligte Personen aus dem öffentlichen wie dem privaten Bereich bei Besuchen hier in Frankfurt ihre Eindrücke dargelegt, und es kam dabei zu einem regen Meinungsaustausch über die Förderung des deutsch-japanischen Austausches, insbesondere des Austausches unter den einzelnen Regionen. Da man einer Stärkung und Gesundung der einzelnen Regionen eine hohe Bedeutung beimisst für eine Revitalisierung von Japan als Ganzem, ist man besonders bestrebt, auch in der Zukunft den regionalen Austausch zu fördern und zu unterstützen, um so über den internationalen Austausch den japanischen Regionen zu einer neuen Gesundung zu verhelfen. Auch was den kulturellen Austausch betrifft, haben wir zusätzlich zu unseren bisherigen Veranstaltungsaktivitäten uns aktiv um die Bekanntmachung und Vorstellung der japanischen Kultur bemüht, indem wir uns der Zusammenarbeit mit engagierten deutschen und japanischen Bürgern bedient haben. Auch im Bereich des Städteaustausches hat der Aufbau freundschaftlicher und kooperativer Beziehungen zwischen den Städten Frankfurt am Main und Yokohama konkrete Gestalt angenommen.
Es darf an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Beginn des Austausches zwischen Deutschland und Japan sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt. Seitdem Japan im Jahr 1861 einen Freundschafts- und Handelsvertrag mit dem damaligen Preußen schloss, hat sich der Austausch zwischen unseren beiden Ländern 150 Jahre lang bis heute fortgesetzt. Deutschland und Japan unterhalten so nun schon über einen sehr langen Zeitraum hinweg freundschaftliche Beziehungen und können heute als weltweit führende Industrienationen in ihren bilateralen Beziehungen viel voneinander lernen. Darüber hinaus sind die Beziehungen beider Länder gekennzeichnet durch ihre hohe internationale Position und Verantwortung, mit welcher sie durch ihre weltweite Zusammenarbeit einen erheblichen Beitrag zu der Lösung globaler Probleme leisten. In diesem Jahr werden in Deutschland wie in Japan zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, die dem Gedenken an das 150. Jubiläum des Beginns des Austausches zwischen Deutschland und Japan gewidmet sind. An vielen Orten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden in Zusammenarbeit mit den Ländern, den Kommunen, den Hochschulen, den Deutsch-Japanischen Gesellschaften sowie Bürgergruppen Japanwochen oder Veranstaltungen des deutsch-japanischen Austausches aller Art in großer Zahl durchgeführt werden. Außerdem wird Anfang November eine „Japanweek“ mit der Stadt Frankfurt als Gastgeber durchgeführt werden. Für diese Veranstaltung werden etwa 1500 Teilnehmer erwartet, die eigens aus Japan anreisen werden. Diese Veranstaltung wird eine neue Gelegenheit des Austausches zwischen deutschen und japanischen Bürgern bieten und unter allen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem 150-jährigen Jubiläum wohl die größte sein. Ich freue mich sehr auf Ihre Teilnahme und Ihre Zusammenarbeit.
Dieses Jahr 2011 wird Anlass bieten, noch einmal Rückschau zu halten auf die 150-jährige, lange Geschichte des Austausches zwischen Deutschland und Japan, und ich wünsche von ganzem Herzen, dass es zu einem Ausgangspunkt werden möge für eine noch fruchtbringendere Zukunft in den Beziehungen unserer beiden Länder.


 

 


 

Grußwort des Generalkonsuls
Sommer 2010

 

Ich begrüße Sie alle ganz herzlich, die Sie in Frankfurt und darüber hinaus in Hessen, in Rheinland-Pfalz oder im Saarland leben. Jetzt hat wieder die Zeit der langen Sommertage begonnen. Ich nehme an, dass Sie alle erfüllte Tage erleben im Beruf, in der Familie oder in der Freizeit.
In Japan findet am 11. Juli die 22. reguläre Oberhauswahl statt. Für die Stimmabgabe der im Ausland lebenden japanischen Staatsangehörigen ist vom 25. Juni bis zum 4. Juli in unserem Generalkonsulat ein Wahlraum eingerichtet. Es handelt sich um eine japanische politische Wahl. Ich möchte daher an dieser Stelle alle japanischen Staatsbürger herzlich darum bitten, von ihrem kostbaren und wichtigen Stimmrecht auf jeden Fall Gebrauch zu machen.
In Deutschland hat am 31. Mai Bundespräsident Köhler überraschend seinen Rücktritt erklärt. Im Bundestag werden Debatten geführt über wichtige politische und wirtschaftliche Themen wie die Wiederherstellung der Finanzsysteme. Herausragendes Ereignis im Bereich der Landespolitik war am 25. Mai die Ankündigung des hessischen Ministerpräsidenten Koch, bis Ende August zurückzutreten; die Fraktionen der Regierungskoalition haben bereits einstimmig einen Nachfolger für Herrn Koch nominiert. Vor dem Hintergrund eines neuen Wachstums der Weltwirtschaft vor allem in Asien konnten sich die Exporte und Anlageninvestitionen der deutschen Wirtschaft erholen; diese Entwicklung dürfte sich auch künftig fortsetzen. Auch die oben genannten drei Bundesländer verzeichnen eine Tendenz der wirtschaftlichen Erholung entsprechend dem in Deutschland als Ganzem vorherrschenden Trend. In Japan hat Premierminister Naoto Kan sein Amt angetreten, und mit ihm hat das neue Kabinett seine Arbeit aufgenommen. Zusätzlich zur allgemeinen Erholung der Weltwirtschaft gab es in Japan eine Reihe von wirtschaftspolitischen Notmaßnahmen: Seit diesem Frühjahr befindet sich die Konjunktur unseres Landes wieder auf Wachstumskurs, und es wird davon ausgegangen, dass sie von nun an sich auf dem Wege eines selbsttragenden Aufschwungs befindet.
Was den Bereich des regionalen Austausches zwischen Deutschland und Japan betrifft, hat im März der hessische Ministerpräsident Roland Koch mit einer Wirtschaftsdelegation Japan besucht. In Tokio führte Herr Koch Gespräche mit Außenminister Okada und weiteren wichtigen Regierungsvertretern und hatte Zusammenkünfte mit den beteiligten Wirtschaftsverbänden; in Osaka stand ein Gespräch mit dem Gouverneur der Präfektur Osaka, Hashimoto, sowie ein Seminar mit dem Wirtschaftsverband der Region Kansai auf dem Programm. Im Juni besuchte daraufhin Gouverneur Hashimoto Deutschland, führte einen Meinungsaustausch mit Ministerpräsident Koch über Fragen der regionalen Dezentralisation und besichtigte deutsche Unternehmen und Bildungseinrichtungen
Ich selbst habe in letzter Zeit im Rahmen des wirtschaftlichen Austausches und der Unternehmensunterstützung etwa 60 japanische Unternehmen in meinem Amtsbezirk besucht und Gespräche mit den verantwortlichen Personen geführt. Wie es heißt, sei die schwere Wirtschaftskrise der jüngsten Zeit allmählich überwunden, und die Konjunktur befinde sich wieder auf dem Weg der Erholung, aber je nach Branche soll die Geschäftslage sich hier und da durchaus noch in einem Zustand befinden, der nur wenig Raum für Optimismus lässt. Im Rahmen unserer Informations- und Kulturarbeit habe ich an der Universität des Saarlandes einen Vortrag über japanische Jugendkultur gehalten und Studenten der Universität Frankfurt in einer Demonstration die japanische Teezeremonie nahegebracht. Unsere Schulbesuche an deutschen Gymnasien, bei denen wir den Schülern mit einem Informationsprogramm nähere Kenntnisse über Japan vermitteln, setzen wir wie bisher mit aktivem Engagement fort. In Offenbach wurde mit Unterstützung unseres Generalkonsulates eine Ausstellung von Brokatbildern zum Genji-Monogatari mit einer Teezeremonie eröffnet.
Darüber hinaus setzen wir unsere Besuche in Städten, die partnerschaftliche oder freundschaftlich-kooperative Beziehungen zu Orten in Japan unterhalten, fort mit dem Ziel des Meinungsaustausches und der Verhandlungen über Möglichkeiten der Kooperation anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Austausches zwischen Deutschland und Japan im kommenden Jahr 2011.
Auch diesmal zeigen wir Ihnen Fotos zur Information über Osaka, Nara und Yokohama sowie von neuen Arbeiten der Ueno-Keramik (Präfektur Fukuoka). Insbesondere stellen wir Ihnen eine Tasse aus Akahada-Keramik vor, die von einer deutschen Gymnasiastin, die vor kurzem bei einem Aufsatzwettbewerb über Japan den ersten Preis gewonnen hat, während ihres Homestays in der Präfektur Nara angefertigt wurde. Die Arbeit besteht aus einer herzförmigen Tasse; das nationenübergreifende, frische Empfinden junger Menschen hat auch in der Heimat des traditionellen japanischen Kunsthandwerks hohe Anerkennung gefunden. Ich habe den zuversichtlichen Eindruck, dass die Zahl der Regionen und Produktionsorte, die über unser Generalkonsulat ihren Informationsaustausch mit ausländischen Partnern auszuweiten suchen, leicht im Ansteigen begriffen ist. Auch in Zukunft werden wir nach Kräften darum bemüht sein, der Förderung des Austausches zwischen deutschen und japanischen Regionen unsere Unterstützung zukommen zu lassen.